Gebärmutterhöhlenkrebs (Korpus-Karzinom)


Tumore der Gebärmutter unterscheiden sich trotz der Nähe wesetlich von denen des Gebärmutterhalses. Zum Beispiel treten Erstere eher in höherem Lebensalter auf, sind durch Vorsorgeuntersuchungen weniger gut festzustellen und werden durch die neuartige Krebsimpfung nicht verhindert.

Normalerweise wird diese Krebsart operiert, in den Fällen, wenn einer Patientin eine OP nicht zugemutet werden kann, kann auch direkt bestrahlt werden. Wurde bei der Operation ein größerer Tumor gefunden, oder war der Krebs in der Wachstumsform sehr aggressiv, sollte zur Sicherheit nachbestrahlt werden. Je nach Ausdehnung reicht die Bestrahlung der Scheide aus, oder wird das untere Becken behandelt. Waren die Lymphdrüsen befallen, muss auf jeden Fall nachbehandelt werden, und eine Chemotherapie sollte erwogen werden. Wenn bei der OP auf eine Entnahme von Lymphdrüsen verzichtet wurde, sollte stattdessen der Beckenbereich, in dem die Lymphbahnen liegen, bestrahlt werden. Bei ausgedehnten Krebsformen sollte wieder auch die Anwendung einer Chemotherapie geprüft werden. Kehrt der Krebs am Scheidenstumpf nach der Operation wieder, bietet die Bestrahlung eine länger anhaltende Hilfe oder sogar Heilung.

Die Behandlungen erfolgen 5 mal pro Woche, insgesamt zwischen 28 und 40 mal, abhängig von der Tumorausbreitung und ob eine Operation durchgeführt wurde. Die Therapie dauert also etwa sechs bis acht Wochen.

Neben einer Schleimhautreizung in der Scheide kann es zur Blasenentzündung und zu Darmbeschwerden wie Blähungen und Durchfall kommen, abhängig davon, wie weiträumig bestrahlt wird. Die Beschwerden kommen häufiger vor und sind ausgeprägter, wenn vorher eine große Operation stattfand, vor allem mit Entfernung der Lymphknoten. Auch eine vorhergehende oder gleichzeitige Chemotherapie spielt eine Rolle beim Thema Nebenwirkungen.

Wenn möglich, sollte zunächst operiert werden, eine Entnahme von Lymphdrüsen in ausreichender Anzahl ist ebenfalls sinnvoll, um vor der Bestrahlung genau zu wissen, ob und wo behandelt werden muss.

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